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Sadness

Recently, I've been dealing a lot with mythology, fantasy, The Lord of the Rings... (well, I must admit, I am addictied...:-)) I am writing an essay for school about the Elves in the Hobbit and the Silmarillion (my beloved Silmerillion...), appropiate length 20 pages, and thus I "have to" research... I mean, it is exhausting, but it's a lot of fun as well...

Mythology means a lot. I have been thinking of mythology and all those old myths I read about, of Ireland's Shide or the Tuatha da Dannan, the Celtic "versions" of the Elves, about the dangers for mortals to get involved, the blessed realms they thought about... Tir na Nog, Avalon, and actually I think you can list up Valinor, too... Myths recovered, recreated, The Silmarillion....

We have lost so much... in all those stories, the world was so full of magic, of enchantment, mighty elven people walking this earth, dancing on the hills at night, joining our fate for the blink of an eye in their eternal lives... and we've lost it! We've lost it all, all those myths, stories, fantasies, all those wonderful tales... we've lost the believe in them, we've lost our world's magic, enchantment... and it makes me sad to see this.

A sadness as you can feel in the Fellowship of the Ring when the fellowship is leaving Lorien... drifting down the river into a grey, grey world, a world that seems so cold and hard after seeing the elven realm... and we have never seen it, not even in our dreams, not even in tales... it's a sadness of loss, it's almost a feeling of having lost, missing something I never had...a strange desire to get back to this world when the world itself seemed still to be magical to mankind, when the possibility of Elves dancing in a forest glade was still alive, when people at least believed and told each other that is was possible...

We have lost these tales of old, we have lost our fantasies, our myths... and somehow, sometimes I feel we are lacking them... It's just such a sad thing to be seen as an escapist and as childish when retreating into these worlds through books or movies... when trying to get a glimpse of the mind-world as it once was... maybe it might be cowardly to do so, but it satifies this uncertain desire for something else I sometimes have... why should it be stupid to dream about a better world, a world which was still magical, when heroes still lived and great tales were told at night by the campfire... I know my view is much too romantic, but I really feel that.... oh, it's just to hard to say, to explain... forget our scientific boundaries and let our minds roam to this unknown lands, keep our imaginations, fantasies, believe a little bit in these myths, believe they are possible....

But nevertheless, I feel that mankind has lost a lot... without even realising. One could say we grew out of it as science grew up... maybe. But maybe, probably, it can't be all blamed on science, but on our own narrow-mindedness and selfishness, of our attitude, our world growing cold and egotistical....
But anyway, we have lost a lot... and it fills me with sadness , sometimes, to realise this...

Well, I am back! Back to reality, back to work, life, everyday I lay my books aside. And I will always stay in this world, this reality. But not all the time... I will try to keep a little patch of my mind reserved for the great tales of old, for the possibility that, unlikely as it is, maybe on midsummers eve there are Elves wandering our forests in a star-shining fullmoon's night... that maybe , it could , might be possible, against all reason and proves...
9.12.06 12:01


Die Magie der Dinge

Unsere Welt. Unser Weltbild. Entwickelt über Jahrtausende, immer wieder verändert, verfeinert, revolutioniert. Und jetzt haben wir ein Weltbild, dass uns bis in die unendlichen Weiten des Weltraumes und in die kleinsten Fasern, Zellen unsere Körpers, alles zeigt. Heute haben wir die Wissenschaft, die uns sagt, was Licht ist, wie schnell es sich bewegt, und dass die Sonne nichts ist als ein Haufen Wasserstoff, Neutronen und Positronen, die zu Helium fusionieren. Heute haben wir die Wissenschaft, die uns sagt, wie der Mensch denkt, was in seinem Gehirn passiert, wenn er denkt. Die Wissenschaft sagt uns wann wir eine Sonnenfinsternis haben werden, warum Tiere sich fortpflanzen, wie viel von was ein Mensch essen muss, um gesund zu sein, warum man stirbt, warum man so aussieht, wie man ist, was einem in den Genen mitgegeben wurde... alles kann die Wissenschaft erklären, jedes Wesen, jedes Phänomen bis in die letzte Faser zerlegen.
Zerstören wir nicht dadurch unsere Welt? Die Magie, die ihr inne wohnt? Reduzieren wir nicht alles auf Zahlen und Teilchen und Rechnungen, und zerstören es damit? Verliert nicht alles um uns herum seinen Reiz, wenn man es bis in die Atome zerlegt?
Für mich zerstört die Wissenschaft das, was sie beschreibt. Nicht im eigentlichen Sinne, aber doch für den Menschen. Natürlich ist Wissenschaft etwas Gutes, etwas Nützliches, und aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Aber sind die Nichtwissenden nicht viel reicher als wir, mit all unseren Instrumenten und Formeln und Erklärungen?
Doch, die Nichtwissenden sind reicher. Für sie scheint die Sonne, scheinen die Sterne, haben die Sterne noch eine Bedeutung, eine tiefe, magische, faszinierende. Und für uns? Für uns verglühen Gaswolken in Milliarden von Kilometern Entfernung. Für den Unwissenden erneuert sich das Leben jedes Jahr, scheint im Herbst zu sterben, den langen Todesschlaf des Winters zu erdulden, um dann, im Frühjahr, wieder aufzuerstehen, wie Phönix aus der Asche: Ein echtes Wunder. Für uns? Für uns ist es nichts als ein jährlich wiederkehrendes Naturphänomen, das man in Zahlen erfassen und logisch erklären kann. Für die Unwissenden ist der Mensch ein Rätsel, und doch ein Wunder, das Leben, der Tod, alles ist unerklärbar, faszinierend, ein Geschenk. Für uns? Eine Ansammlung von Zellen, unsere Wahrnehmung nur elektrische Ströme, die man Messen und manipulieren kann. Das Wunder des Lebens, der Gefühle und der Liebe? Diese tiefe Faszination, dieses unbeschreibliche, diese Gefühle, die in uns toben, sich so schlecht bändigen lassen... rätselhaft, manchmal unverständlich, und doch ein Geschenk an den Menschen im Besonderen. Für uns kein Wunder, sondern nur ein Haufen Hormone und Endorphine, gesteuert von bestimmten Hirnregionen, und manipulierbar: Gefühle wie Angst und Freude, ja selbst Liebe können wir reproduzieren, künstlich erzeugen. Oh ja, wir haben die Welt ihrer Magie beraubt, ihrer inneren Magie, Faszination, Schönheit, die uns doch so bannte und faszinierte. Wir haben sie beraubt und zerstört, indem wir sie verstehen wollten, sie zerbrachen, um zu sehen, was sie ist, sie in ihre Einzelteile zerlegten. Und nun? Nun stehen wir vor einem Haufen Atome, Materie, Energie, die ganz bestimmt angeordnet sind und sich in Zahlen pressen und ausdrücken lassen. Unsere Welt ist nichts als eine Ansammlung von Atomen, alles um uns herum. Innerlich haben wir unsere Welt zerstört, indem wir sie durchblickt haben. Keine Fragen mehr, keine Rätsel, keine Wunder. Nur noch Wissenschaft.
Um wie viel reicher sind doch jene, die noch an ihre Illusionen glauben können, für die die Sonne noch ein Wunder ist, das Gras ein Geschenk, der Schnee Schönheit, die vom Himmel fällt, der Himmel ein behütendes Dach über der Welt, das Wetter das Werk tiefer, mächtiger Kräfte, die Natur ein Wunder, die Tiere Gefährten, die Landschaft magisch, geschaffen von unverständlichen Mächten, geformt von Göttern und Riesen, die Liebe, und alle Gefühle, etwas persönliches, eigenes, einmaliges, ein Wunder. Wie viel reicher sind diese Menschen, die noch Wunder sehen können, die nicht eine Erklärung finden auf ihre Fragen. Wer etwas zerbricht, nur, um zu wissen, was es ist, hat den Pfad der Weisheit verlassen, Doch er hat mehr getan als nur das: Er hat es zerstört, und sich selbst dazu, seine eigene Welt, seine eigenen Wundern, die Magie, die vor seinen Augen war.
Natürlich bin ich froh um das Wissen, das ich mir angeeignet habe. Natürlich finde ich es interessant und spannend, in die Welt zu blicken und die winzigen Zahnräder, die Moleküle und Atome zu sehen, die sie antreiben. Natürlich liebe ich die Wissenschaft für das Geschenk des Wissens. Aber manchmal, manchmal beneide ich die, die nicht wissen. Wenn im Herbst die Blätter fallen, die Sonne nach dem regen über die Felder scheint, die feuchte Erde duftet und ein Regenbogen sich über sie spannt, wenn ich vor dem Fernseher sitze und all diese atemberaubenden Landschaften sehe, wenn ich im Herbst, Sommer oder Winter über die Felder galoppiere und beinahe meine, ich würde eins mit meinem Pferd... dann wünschte ich, ich könnte noch an die Wunder glauben, an die Natur, die Mächte, die Magie. Dann wünschte ich, ich wäre noch einmal ein Kind, dass nichts weiß von der Welt und ihren Zahnrädern, von dieser von der Wissenschaft zerlegten Welt. Ein Kind, das nur die Welt um sich herum sieht, und all ihre Wunder. Eine Welt voller Magie...
15.12.06 20:46


Das Ende

Es ist oft schwer, daran zu denken... was ist, wenn alles vorbei ist? Was passiert mit mir, mit denen, die ich liebe? man denkt nicht darüber nach, es trifft einen ja nicht... es ist ganz natürlich, vom Leben zu erwarten, dass es noch lange dauern wird...
Und man will ja leben! Man will das Leben, eine Zukunft, Hoffnungen, sogar Ängste... der Tod ist nur das Unbekannte, nichts sonst, etwas, das wir nicht verstehen können, nicht begreifen...
Ich habe mit meinem Verstand keine Angst davor... aber mit meinem Herzen. Jedes Lebewesen hat einen Überlebenstrieb, Angst davor, dieses eine, einzige Leben, alles, was man hat, zu verlieren.
Wir haben im Sanitätskurs eine Situation durchgesprochen... Autounfall, ein Beteiligter eingeklemmt, Aufgabe: Eine Hälfte schreibt die Gedanken der Helfer, der Sanitätskräfte auf, die zum Einsatz fahren, die andere die des Autofahrers, der eingeklemmt auf Rettung wartet...
Und ich, ich habe innerlich geweint... weil ich mich an die einzige Situation in meinem Leben erinnert habe, in der ich irgendwie schon Todesangst hatte, keine panische, aber doch, eine verzweifelte, ungläubige Angst... BITTE NICHT!!! JA, ich hätte den Autofahrer verstanden...

Bei meinem ersten Migräneanfall hatte ich auch Angst... Angst, es wäre etwas Schlimmes, vielleicht sogar, dass es das gewesen sein könnte...An Tod habe ich nicht gedacht, habe nur versucht, mich zu beruhigen, und es ging so halbwegs, aber ich musste mir doch meine eigene Verwundbarkeit eingestehen, die Tatsache, dass sich alles von jetzt auf gleich ändern könnte... und ich hatte seltsamerweise keine Angst um mich, um mein Leben, nicht wirklich... es war keine Panik, kein: Mein Gott, ich will, ich kann doch noch nicht sterben, ich bin zu jung! Nein, es waren andere Gedanken... es war Trauer... wenn es vorbei wäre, dann...
Ich weinte, leise, versuchte, meine Angst zu vertreiben, die Tränen zurückzuhalten...
Ich hätte meiner Gastfamilie nie sagen können, wie viel mir der Aufenthalt bedeutet.
Ich hätte nie mehr meine Freunde gesehen, hätte sie irgendwo zischen hier und dort verloren.
Ich hätte nie meinen Eltern sagen können, wie sehr ich meinen Aufenthalt in Südafrika genossen habe.
Ich hätte nie mehr im Winter über die Felder galoppieren können, nie mehr auf Scoodee durch die Wälder jagen.
Ich hätte meine Katze nicht mehr ärgern und mit ihr kuscheln können, hätte meine Schwester nie wachsen sehen, nie mein Abitur gemacht, nie studiert... es gibt so viele Träume, so viele Dinge, für die es sich zu leben lohnt.
Und ich hatte nicht wirklich Angst, ich war traurig... vor allem darüber, meine Freunde zu verlieren, meine Familie, meine Tiere... daran habe ich gedacht....
Jeder Tag ist ein Wunder... und ich kann gar nicht genug dafür danken, dass mein Herz jeden tag einfach weiter schlägt, mein Körper funktioniert... man sieht es als so selbstverständlich, aber das ist es nicht! Jeder Moment ist ein Wunder... auch wenn man das oft vergisst... ich sollte öfter daran denken... denn einmal dachte ich schon, es könnte vorbei sein... so etwas sollte man nicht vergessen, sondern immer im Herzen tragen.... denn jeden Tag sind wir viel zu undankbar für das Geschenk des Lebens... einfach nur am Leben zu sein!
15.12.06 20:47


Gerechtigkeit

Was ist Gerechtigkeit? Wo ist Gerechtigkeit?
Ich blicke um mich und sehe eine falsche Welt: So darf es doch nicht sein, oder? Niemals! Gewalt, Leid, Hunger, Tod, Mord, Verbrechen, Unglück überall. Wo ist die Gerechtigkeit.
Ist es nicht viel einfacher zu fragen: Wo ist die Ungerechtigkeit? Ist die Antwort nicht viel zu simpel: Überall!!! Dass jener reich und dieser arm geboren wird, dass einer stirbt, der so ein guter Mensch war, und der Egoist lebt? Aber das ist die Ungerechtigkeit des Schicksals, daran können wir Menschen, wir hilflosen Wesen im Strom der Zeit doch nichts ausrichten.
Nein, menschliche Gerechtigkeit ist es, wonach ich frage. Menschliche Ungerechtigkeit, was ich so leicht, so oft sehe: unfaire Behandlung, Raub, Diskriminierung, Mord, Krieg. Menschengemachte Monster.
Und die Gerechtigkeit? Die Justiz? Wie gerecht ist es, Diebstahl schwerer zu Bestrafen als Körperverletzung, Raubkopierer schwerer als Vergewaltiger? Aber die Rechtsprechung soll ja nicht Gerechtigkeit bringen – wie könnte sie auch? Strafen, ja, das kann sie, aber schafft sie Gerechtigkeit?
Nein, nein das kann sie nicht. Das kann sie nie, niemals. Denn wie sollte der Mord an einem Sohn, einer Tochter, einer Mutter, einem Vater, einem Bruder, einer Schwester, einem Freund, einem geliebten Menschen jemals gerächt werden, gerecht werden? Wie sollte man Gerechtigkeit bereiten für die, die geschlagen und vergewaltigt wurden? Wie soll man für Gerechtigkeit sorgen denen gegenüber, die seelisch misshandelt, geschlagen werden. Würde Gerechtigkeit nicht bedeuten, das Verbrechen auszugleichen, die Bilanz zu berichtigen? Wie kann man jemals Schmerz messen, Schmerz ausgleichen? Gerecht wäre es doch nur dann, wenn der Geschädigte durch die Bestrafung des Täters seiner Schmerzen, seines Leides, inneren wie äußeren, entledigt werden würde. Wenn die Narben, die Wunden, die ein Verbrechen auf dessen Seele hinterlässt, spurlos verschwinden würden. Oder zumindest der Schmerz, den sie verursachen. Kann das erreicht werden, mit Mitteln der menschlichen Justiz? Wird der Schmerz vergehen, nur weil der Mörder meines Kindes, Vaters, meiner Mutter oder meiner Freundin tot ist? Oder nie wieder das Tageslicht ungetrübt sehen wird? Wird das Wissen, dass er innerlich an seiner Tat, an seinem Leben zerbricht, meine Schmerzen auslöschen, weghauchen? Wird ein Mädchen wieder leben wie immer nur weil es weiß, dass sein Vergewaltiger sein Leben lang nur durch Gitterstäbe die Sonne sieht? Wird das, die Rache, die Strafe, die Löcher, Wunden, Narben in der Seele wettmachen, vergehen lassen, vergessen lassen? Nein, nein, dass kann nie geschehen, durch keine Strafe der Welt. Gerechtigkeit gäbe es nur, könnte sie Zeit zurückgedreht werden, das Leid ungeschehen sein. Und das vermögen wir Menschen niemals zu tun. Man kann geschlagene Wunden niemals revidieren, Geschehenes nicht ungeschehen oder unbedeutend machen.
Es gibt Verbrechen gegen die Seele eines Menschen. Nicht die, die das Material betreffen, Werte wie Geld oder Gegenstände. Solche Verbrechen sind nicht weniger verwerflich und falsch, doch für sie mag es eine Gerechtigkeit geben. Doch nicht für die Verbrechen gegen die persönliche Menschlichkeit, gegen die Seele eines Menschen, gegen sein Leben. Jeder, der etwas in der Seele eines anderen zerstört, sei es durch böse, absichtlich verletzende Worte, Gewalt, Vergewaltigung oder auch das Verletzen und Töten eines von einem anderen – und somit jedes einzelnen - Menschen begeht ein solches, moralisches und seelisches Verbrechen, in mehr oder minder schweren fällen. Der Schmerz, die Erfahrung, die Veränderung des Opfers kann mit keiner Strafe der Welt, mit keiner Maßnahme der Welt verhindert werden, rückgängig, ungültig gemacht werden. Somit kann keine weltliche oder geistige Strafe jemals hoch genug sein, um gerecht zu sein als Maßnahme gegen das begangene Verbrechen. Doch da selbst die höchste Strafe nicht, niemals wirklich gerecht sein kann, ist eine Strafe für wahre Gerechtigkeit doch genauso sinnlos wie keine Strafe. Bestrafung ist nötig, da der Mensch als Sozialwesen Werte und Normen braucht, nach denen es sich zu richten gilt. Justizgerechtigkeit ist nötig, um die Sozialstruktur und das Sicherheitsbedürfnis der Menschen zu erfüllen, um Normen und Sicherheit herzustellen, um den Sozialstaat, die Demokratie und die oberflächliche Gerechtigkeit aufrecht zu erhalten. Wahre Gerechtigkeit schaffen jedoch kann sie nicht.
So, gibt es keinen Weg aus der Ungerechtigkeit? Wahrscheinlich ist der einzige Weg, wahre Gerechtigkeit walten zu lassen, ein göttlicher: Gott als einziger kann für Gerechtigkeit sorgen. Wahre, vollkommene Gerechtigkeit. Er kann denen helfen zu vergeben die Opfer waren, er allein kann sie trösten, ihre Wunden heilen und ihnen Kraft geben, ihre Erfahrungen im Sinne der Gerechtigkeit zu verarbeiten. Und er allein kann das Maß bestimmen, mit dem die Täter zu bestrafen sind, wenn eine Strafe, wie wir sie verstehen, überhaupt sein Weg sein sollte.
Die einzige Hoffnung die ich sehe, eines Tages wahre, echte Gerechtigkeit zu erlangen, diese Welt zu einer in sich gerechten zu machen, für jeden Menschen gerechten zu machen, ist Gottes Gerechtigkeit am Ende aller Tage. Die einzige Gerechtigkeit, die, obwohl kein Sterblicher sie je vor ihrer Erfüllung begreifen oder verstehen können wird, doch vollkommen sein wird. Die einzig wahre Gerechtigkeit, gegeben von Gott, dem, der höher ist als all unser menschliches verstehen. Frieden für diese Welt, wahrer, innerer, gerechter Frieden für alle.
Und alles was wir im Moment tun können, so scheint mir, ist zu versuchen, für diese Gerechtigkeit zu sorgen, so gut es mit unseren bescheidenen Mitteln möglich ist: Trösten, wo verletzt wurde, verstehen und vergeben, wo böses geschah. Auch wenn das alles so viel schwerer ist, als es klingt. Gerechtigkeit ist etwas Großes, größer als unser Verstand. Doch jeder kann ein kleines Stück von ihr in sich tragen, und beitragen zum großen Ganzen. Und sei es nur durch die große Hoffnung, am Ende aller Tage, oder auch unseres Lebens, die einzig wahre Gerechtigkeit dieser Welt zu erfahren: Die Gerechtigkeit Gottes.
15.12.06 21:12





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